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Wort für die Woche

26.02.26, 10:00
  • Wort für die Woche

Du sollst Segen sein!

Ein jeder von uns kennt sie: Besondere Umbruchzeiten in unserem Leben. Es sind die plötzlichen Veränderungen auf der Arbeitsstelle, Zerwürfnisse mit Mitmenschen, Sorgen in der Familie, Ungewissheiten beim Gedanken an die Zukunft. Manchmal sind es auch positive Herausforderungen, wie das Elternwerden oder die Beförderung.

Es sind Momente, wo wir jede Stärkung brauchen können und uns nach Zusage sehnen. Gottes Segen ist eine wunderbare Antwort auf dieses menschliche Bedürfnis.

Abram geht es so, als ihm aufgetragen wird, seine Heimat und damit fast seinen ganzen Reichtum hinter sich zu lassen, um in der Fremde neu anzufangen. Er empfängt dazu den Segen Gott und bekommt gleichzeitig den Auftrag: „Du sollst Segen sein.“

Vom ersten Tag an, haben meine Frau und ich unsere Kinder ein Kreuz auf die Stirn gezeichnet, wann immer sie aus dem Hause gingen und machen es heute noch. Zur Verwunderung vieler Menschen, haben meine Kinder den Segen ungeachtet jeder Öffentlichkeit gerne zurückgegeben. Was für ein schönes Gefühl: „Ich bin wirklich in meinen Kindern ein von Gott Gesegneter“.

Und gegenseitig Gottes Stärke und Gegenwart zuzusprechen, das ist die Aufgabe eines jeden Gottesgläubigen. Im Lateinischen heißt segnen „benedicere“. Es geht also auch um „gute Worte“. Segnen – ein schöner Auftrag für die Fastenzeit.

Der Herr beschenke dich

mit der Behutsamkeit seiner Hände

mit dem Lächeln seines Mundes;

mit der Wärme seines Herzens;

mit der Güte seiner Augen;

mit der Freude seines Geistes;

mit dem Geheimnis seiner Gegenwart.

Er beschenke dich mit seinem reichen Segen:

der Vater, Sohn und Heilige Geist.

(Antje Sabine Naegeli)