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11 | 2026
 
  
  
 
  
 
Kreuz Glessener Höhe  
 
 
Gesegnete, behütete und tröstliche Zeit im November.
 
Vom Vergehen und Borgen der Hoffnung
 

Liebe Leserinnen und Leser,

unsere Uhren schlagen seit wenigen Tagen wieder die Winterzeit. Die Sonne scheint in den Erholungsmodus gewechselt zu haben. Zur Arbeit, zur Schule, auch in die Kirche und dann wieder nach Hause spazieren wir auf Laubteppichen voller warmer Farben. Die Natur stimmt uns spürbar zum Nachdenken ein. Ihr Thema? Das Vergehen. Der Kreis des Lebens.

Der November gilt oft als ein stiller, fast dunkler Monat. Die Tage werden kürzer, der Nebel legt sich über die Straßen, und die Friedhöfe füllen sich bei den Gedenktagen mit Lichtern und Erinnerungen. Die Natur macht es uns vor: Sie lässt los, streift ihr altes Kleid ab und zieht sich zurück. Das erinnert uns unweigerlich an unsere eigene Vergänglichkeit und an die Menschen, die wir vermissen und die nicht mehr an unserer Seite sind. Trauer und Schmerz können sich in diesen Wochen besonders spürbar melden.

Doch die Natur zeigt uns nur die eine Hälfte der Wahrheit. Unter den bunten Laubteppichen veranlagt sich bereits leise neues Leben. Vergehen ist im Kreislauf des Lebens nie ein endloses Nichts, sondern immer auch der Raum für einen Neuanfang.

Gleich zu Beginn des Monats richtet das Fest Allerheiligen unseren Blick auf diesen Hoffnungshorizont. Wir feiern an diesem Tag nicht nur die großen, offiziell heiliggesprochenen Vorbilder der Kirche, sondern vor allem die unzähligen namenlosen Heiligen. Menschen, die im Stillen Gutes getan haben – und von denen wir hoffen, dass auch viele Verstorbene aus unseren eigenen Familien, Freundes- und Bekanntenkreisen dazugehören. Allerheiligen ist damit zugleich eine liebevolle Einladung an uns alle, selbst nach dieser alltäglichen Heiligkeit im eigenen Leben zu streben.

Am darauffolgenden Tag, an Allerseelen, weitet sich unser Herz noch einmal besonders für jene namenlosen Verstorbenen, an die niemand mehr denkt oder für die niemand mehr betet. Wir schließen sie bewusst in unser Gedenken und unsere Hoffnung ein.

Als Christinnen und Christen dürfen wir mit einer ganz besonderen Hoffnung durch diese dunklere Jahreszeit gehen: Unsere Abschiede und unsere Trauer sind nicht das letzte Wort. Unsere Toten sind bei Gott nicht vergessen, sondern geborgen. Das Leben ist keine Irrfahrt ins Ungewisse, sondern eine Heimkehr.

Herzlich lade ich Sie ein, diese Tage nicht allein zu verbringen, sondern Gemeinschaft im Glauben zu suchen. Wir laden Sie ganz herzlich zur Teilnahme an den zahlreichen Gottesdiensten in dieser Zeit ein. Den genauen liturgischen Plan und die einzelnen Termine entnehmen Sie bitte unseren Pfarrmedien.

Möge dieser Monat Ihnen Raum geben – Raum zum Innehalten, zum Erinnern mit dankbarem Herzen, aber auch zum Durchatmen. Lassen Sie uns einander Lichtträger sein, wo die Tage dunkler werden, und darauf vertrauen, dass Gott uns hält, egal in welcher Jahreszeit unseres Lebens wir uns gerade befinden.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete, behütete und tröstliche Zeit im November.

Herzlich,

Ihr und Euer Pfarrer Krzysztof Zasanski
Leitender Pfarrer im KGV in Hürth

 
 
Inhaltsverzeichnis
 
 
  
  Bild von Ines Frege
 
 
© Julia Krüger
 
Klagelieder
 
Am 1. November feiern wir das Fest Allerheiligen. Den Toten wird gedacht, auf dem Friedhof werden die Gräber gesegnet.
 
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Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? Joh 14,2
 
Meditation zum Gedenktag Allerseelen
 

Erinnerung flackert auf
im Lichtermeer auf den Friedhöfen –
Erinnerung an all die Menschen
die herausgestorben sind
aus unserem Leben
und die wir so schmerzlich vermissen

Dankbarkeit flammt auf
in dem Lichtermeer –
Dankbarkeit für all das
was uns geblieben ist
und uns auf immer verbindet
mit denen, um die wir trauern

Vertrauen glimmt auf
in dem Lichtermeer –
Vertrauen in die Zusage Jesu,
dass im Haus seines Vaters Platz ist für alle
und er selbst den Platz dort bereitet
für jeden, den er heimholt zu sich

Hoffnung leuchtet auf
in dem Lichtermeer –
Hoffnung, die auf Christus gründet,
der uns durch seine Auferstehung glauben lässt,
dass all unsere Toten hineingestorben sind
in ein neues, unvergängliches Leben bei ihm

Gewissheit strahlt auf
über dem Lichtermeer –
Gewissheit, dass Christus auch mir nahe bleibt,
dass er mir Weg ist zur Wahrheit,
die mich frei macht
und mich hier und heute leben lässt

Autorin: Hannelore Bares

 
 
  
 
Vogel am Baum_Hospiz Hürth  
 
© Hospiz Hürth e.V.
 
Trauerangebote des Hospiz Hürth e.V.
 
Herbst & Winter – Zeiten der Vergänglichkeit
 
Keine Jahreszeit ist enger mit Tod und Gedenken verwoben als der Herbst. Das Sterben der Natur, fallendes Laub, kürzere Tage, Nebel über den Feldern, spiegeln seit jeher die menschliche Erfahrung der Vergänglichkeit wider.
 
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  Urne
 
 
© Christiane_Raabe
 
Fragen an Daniel Krisinger
 
Über den Tod und das Sterben spricht man selten, erst wenn es einen betrifft. Doch was erleben Bestatterinnen und Bestatter, die jeden Tag ganz nah an diesem oft tabuisierten Thema sind? In unserer kurzen Befragung haben wir erfahren, wie sich unsere Abschiedskultur verändert hat, was Menschen in der Trauer hilft und welche Besonderheiten es bei einer katholischen Beisetzung gibt.
 
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Martinszug in der Bonner Innenstadt 2019  
 
© Erzbistum Köln / Jelen
 
Was hat es mit dem Tod des Heiligen Martin auf sich?
 
Warum feiern wir am 11. November St. Martin?
 
Die Geschichte von St. Martin kennen wir allzu gut und wir freuen uns schon auf die vielen schönen Martinsumzüge in unseren Hürther Gemeinden.
 
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  Kita-Slider
 
 
© aquiedesign | stock.adobe.com
 
Termine im November
 
Kita-Plätze 2027
 
Herzliche Einladung zu den Infotagen unserer Kitas!
 
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Einführungsmesse  
 
© Peter Zylajew
 
Kirche - Kunst - Kultur
 
QUIS SUM EGO ET QUO VADIS?
 
20. Nov. 2026
Talkabend mit Krzysztof Zasanski
 
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