Die Struktur von Alstädten-Burbach hat sich seit dem Bau der Kirche wesentlich verändert. 1960 war das Ortsbild stark geprägt von bäuerlichen Betrieben und Einfamilienhäusern mit bewirtschafteten Gärten. Die überwiegend bodenständige Bevölkerung war zu mehr als zwei Dritteln katholisch. Inzwischen hat sich die Einwohnerzahl durch mehrere Neubaugebiete mehr als verdoppelt und deutlich verjüngt. Nur noch etwa die Hälfte gehört der katholischen Kirche an. Viele Neubürger sind jedoch gut integriert und beteiligen sich aktiv am Gemeindeleben.
Das kirchliche Leben wird von aktiven Gemeindegruppen geprägt. Hierzu gehören die Andheri-Kreativ-Gruppe, die engagierte Messdienergemeinschaft, die Bücherei, die Frauengemeinschaft kfd, der Marienchor und der Ökumenische Bläserkreis Laudate.
Nach langer Vorbereitung, aber nur anderthalbjähriger Bauzeit, wurde St. Maria am Brunnen am 25. September 1960 eingeweiht. Ausgelöst wurden der Bau der Kirche und die Errichtung der Kirchengemeinde im Wesentlichen durch die Ausweitung des Kohleabbaus in unserer Region in den 1950er- und 1960er-Jahren.
Der Architekt Hans Pörkert plante die Kirche wie ein Zelt. Dem lag die biblische Vorstellung zugrunde, dass die Kirche das Zelt Gottes unter den Menschen ist. Die Stützen stellen die Zeltstangen und die Fenster- und Mauerfüllungen die Zeltplanen dar. Auffallend ist der freistehende Glockenturm, der vier bronzene Glocken trägt.
Im Innern der Kirche wird der Blick auf den markanten Altarraum gezogen. Der mächtige Altar und der Tabernakel sind auf Mühlsteinen aus der ehemaligen Klostermühle errichtet. Auf der Vorderseite des Tabernakels ist das letzte Abendmahl in einem Emaille-Relief abgebildet. Das große Bronze-Kreuz hinter dem Altar zeigt Jesus als Sieger über den Tod. Der bronzene Ambo ist mit Szenen aus der Heilsgeschichte geschmückt.
Weitere beachtenswerte Kunstwerke: die große Marienfigur mit Kind am rechten Pfeiler, die nach einem Siegel des ehemaligen Klosters erstellt wurde; das Taufbecken mit einem Bronzedeckel, auf dessen Spitze der Heilige Geist in Form einer Taube thront; die unteren Seitenfenster, durch die das Licht des „himmlischen Jerusalems“ in wunderbaren Farben erstrahlt und die sechs oberen Fenster, die die Geheimnisse des freudenreichen Rosenkranzes abbilden, von der Empfängnis Mariens bis zur Krönung im Himmel.