Neustart nach den Sommerferien: Frohes Schaffen!

Die Sommerferien sind nun vorbei. Nicht nur für die Kinder bedeutet das, dass es wieder losgeht. Auch in vielen Betrieben geht es nach einem Sommerloch wieder richtig los. Selbst in der Kirche waren die Gottesdienste etwas reduziert und nun starten bald neue Kurse beispielsweise zur Erstkommunion. „Jetzt geht es wieder andersherum!“, gilt also nicht nur für die SchülerInnen.
Dabei fällt der Einstieg nach dem Urlaub oft nicht leicht. Wieder ein vorgegebener Rhythmus, früher aufstehen, weniger Freizeit, Leistung bringen, übervolle Mailberge durchforsten. Wer hat dazu schon Lust?
Sollte es nicht zumindest mir als Christ da besser gehen? Schließlich glaube ich daran, erlöst zu sein, das Reich Gottes ist doch nahe: Hier und Jetzt. Nicht erst wenn ich tot bin. Auch der Hl. Paulus schreibt: „Jetzt ist die Stunde der Gnade, jetzt ist die Zeit des Heils.“
Diese Gedanken sind nichts Neues. Und so dachten schon in den ersten christlichen Gemeinden manche: Was soll ich mich noch plagen? – und sie ließen sich von der Gemeinschaft tragen. Darauf reagierte Paulus dann aber auch und schrieb: „Wer nicht arbeiten will, der soll auch nichts essen.“
Spätestens wenn der Magen knurrt, merke ich also, dass ich auch als Christ genauso in dieser Welt bin, wie alle anderen auch. Der Hunger, das Leid, die Traurigkeit sind leider nicht einfach weggeblasen.
Und dabei ist es meist wichtiger, wie ich etwas tue, als was ich tue. Prinzipiell ist alles, was ich in Liebe tue, geeignet. Egal ob ich die Mails durchforste, das nächste Projekt plane oder den Müll rausbringe. Ist Liebe dabei, wirke ich mit Gott, habe Anteil an dem Auftrag Christi und führe das Schaffen Gottes fort.
In diesem Sinn wünschen wir auch Ihnen: „Frohes Schaffen!“ oder auch: „Viel Spaß auf der Arbeit!“.
Wir freuen uns sehr, dass ab heute Pfarrer Krzysztof Zasanski unsere Kirchengemeinden als leitender Pfarrer übernimmt. Wir heißen ihn schon jetzt herzlich willkommen und wünschen ihm für seine neue Aufgabe Gottes reichen Segen!