Jugendliche setzen sich auf unterschiedlichste Weise mit ihrem Glauben, ihrem Leben und ihrem Platz in der Kirche auseinander:Firmvorbereitung - Gemeinsam Glauben erleben

Über mehrere Monate hinweg haben sich die Jugendlichen auf unterschiedlichste Weise mit ihrem Glauben, ihrem Leben und ihrem Platz in der Kirche auseinandergesetzt. Begleitet wurden sie dabei von einem engagierten Team aus über 30 ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitenden, die mit viel Zeit, Kreativität und Herzblut diese Firmvorbereitung möglich gemacht haben.
Kennenlernen
Der gemeinsame Weg begann bereits im November mit einem ersten Kennenlernen. Seit Januar trafen sich die Jugendlichen regelmäßig in einem der drei Firmkurse: „Deep Talk“, „The Chosen“ oder „K-10 Spezial“. Hier wurde nicht nur über Glaubensfragen gesprochen, sondern auch über das Leben, Werte, Zweifel, Hoffnungen und Glaubensvorbilder – sei es durch tiefe Gespräche über Glaubensthemen, das gemeinsame Schauen der bekannten Serie The Chosen oder ein gemeinsames Wochenende in der Eifel.
Workshops
Ergänzt wurden die Kurse durch zahlreiche Workshops und Aktionen, die Glauben erfahrbar machten. Bei einer spirituellen Nachtwanderung ging es um die Suche nach Gott auf dem eigenen Lebensweg. Im Workshop „Was haben Fußball und Kirche gemeinsam?“ wurden nach einem Besuch des RheinEnergieSTADION überraschende Parallelen zwischen Fankultur und Glaubensgemeinschaft entdeckt. Im Workshop Beruf und Glaube, tauschten wir uns darüber aus wie Gerechtigkeit und Glaube zusammengehören. Beim Workshop zum Thema Obdachlosigkeit wurde gemeinsam über praktische Nächstenliebe nachgedacht. Rund um Ostern nahmen die Jugendlichen am Jugendkreuzweg als Geocaching teil und machten sich auf die Spuren des Leidenswegs Jesu. In der Osternacht ging es dann darum, die frohe Botschaft der Auferstehung nicht nur zu feiern, sondern auch weiterzutragen: Gemeinsam sammelten die Jugendlichen Hoffnungsbotschaften und verkündeten diese sichtbar mit Kreidespray im öffentlichen Raum. Auch Kreativität und persönliche Entwicklung hatten ihren Platz: Beim Klettern in der Kirche wurde Vertrauen erfahrbar, in der ArtNight entstand Raum, über die eigene Identität und Gottes Blick auf jeden Menschen nachzudenken. Im Workshop „Gaben und Meditation“ konnten die Jugendlichen ihre persönlichen Talente entdecken und sich bewusst machen, welche Fähigkeiten Gott jedem Einzelnen mitgegeben hat.
Viele unserer Workshops und Aktionen stehen bewusst auch Jugendlichen offen, die (noch) keine Firmvorbereitung machen oder sich einfach unverbindlich mit Fragen des Glaubens beschäftigen möchten. Wer neugierig ist, Gemeinschaft erleben oder den Glauben besser kennenlernen möchte, ist jederzeit willkommen.
Besonders wertvoll waren die persönlichen Gespräche am Ende der Vorbereitungszeit. Viele Jugendliche erzählten davon, dass sie in den vergangenen Monaten ihren Glauben neu entdeckt oder vertieft haben – durch Gebet, das Lesen der Bibel, den Austausch mit Freunden oder den bewussten Besuch von Gottesdiensten. Es wurde deutlich: Firmvorbereitung ist weit mehr als die Vorbereitung auf einen Festgottesdienst. Sie eröffnet Räume, in denen junge Menschen Fragen stellen dürfen, Gemeinschaft erleben und ihren eigenen Glaubensweg finden können.
Genau darin sehen wir als Vorbereitungsteam einen wichtigen Auftrag unserer Kirchen. Die Firmvorbereitung ist kein Projekt der Jugendarbeit, das neben dem Gemeindeleben steht, sie ist ein Arm unserer Gemeinde, der jungen Menschen entgegenkommt, sie begleitet und ihnen zeigt: Hier ist ein Platz für dich.
Dazugehören
Wir erleben in der Firmvorbereitung unter anderem, dass sich auch Jugendliche dafür entscheiden, die seit ihrer Erstkommunion kaum noch Berührungspunkte mit Kirche hatten und die in ihrem Familien- und Freundeskreis oft nur wenige Menschen haben, die noch mit Kirche in Verbindung stehen. Junge Menschen brauchen Orte, an denen sie willkommen sind, Fragen stellen dürfen und Glauben erleben können auch Menschen, die bereit sind, ihnen den Rücken zu stärken.
Deshalb laden wir die ganze Gemeinde ein, diesen Weg mitzutragen – durch Interesse, Ermutigung und aktives Kennenlernen unserer Neugefirmten. Die Firmung ist kein Endpunkt, sondern ein Anfang. Nehmen wir unsere Jugendlichen in der Gemeinde auf, begegnen wir ihnen mit Interesse und fragen wir sie, was sie brauchen, damit ihr Glaube wachsen kann. Schenken wir ihnen Räume, Verantwortung und das Gefühl: Hier gehöre ich dazu.
Kennt ihr jemanden von den Neugefirmten? Wo könnten die Neugefirmten in unseren Gemeinden gut andocken? Vielleicht in eure Gruppen, Kreise oder zu Angeboten in der Gemeinde, dorthin, wo Gemeinschaft spürbar wird und sie ihren Glauben weiter entdecken können.
Herzliche Einladung zur zweiten Firmfeier am 8. Juli 2026.


