Die Hausaufgabenhilfe (c) Horst Peter Schardt

...die Hausaufgabenhilfe

Im Jahr 2006 kamen einige Mitglieder des damaligen Efferener Pfarrgemeinderates auf die Idee, eine ehrenamtliche Initiative zu gründen mit dem Zweck, Kindern und Jugendlichen in ihren schulischen Nöten zur Seite zu stehen. Diese Erwachsenen hatten den starken Verdacht, dass ihre Idee etwas mit dem Evangelium zu tun haben könnte und somit nicht nur den Schüler(innen) helfen würde, sondern nebenbei auch ein wenig die Glaubwürdigkeit der Ortskirche stärken könnte.

Was man deutsch “Ehrenamtler“ und englisch „volunteers“ (= sich freiwillig Engagierende) nennt, das sind im katholischen Kirchen-Sprech  zur Abgrenzung vom Klerus alles „Laien“. Klarer Vorteil für die ganz Wenigen, die in ihrer Schulzeit mal Altgriechisch gelernt haben und deshalb mit „Laien“ das „Volk“ (Gottes) verbinden können!  Für die große Mehrheit  jedoch, die Alltagsdeutsch spricht,  ist „Laie“ der Gegenbegriff zum „Profi“. Unsere zurzeit 21 „Laien“ leisten seit 14 Jahren ohne Unterbrechung an allen Unterrichtstagen gleichwohl einen ziemlich professionellen Dienst an Kindern und Jugendlichen. Wie das geht? Hier erfahren Sie mehr.

Horst Peter Schardt

Warum kommst du zu uns in die Hausaufgabenhilfe? 

Zuhause wäre ich allein mit meinen Problemen, weil meine Eltern nicht helfen können. Deshalb komme ich gerne zu euch. Frau Hagen gefällt mir am besten.“ Junge, Klasse 5, Realschule, familiäre Wurzeln in Marokko

Hier kann ich alles fragen und üben. Es wird mir manches erklärt, was ich in der Schule nicht ganz verstanden habe. Die Erwachsenen sind alle sehr nett und hilfsbereit.“ Junge, Klasse 7, Realschule, familiäre Wurzeln in Sri Lanka

Ich freue mich, dass wir nach den Hausaufgaben auch spielen können. Der Hausaufgaben-Raum mit dem großen Bild an der Wand ist sehr schön.“ Mädchen, Klasse 2, Grundschule

Meine Mutter kommt oft erst um 16 Uhr von der Arbeit zurück. Dann bin ich alleine und kann keinen fragen. Deshalb komme ich zu euch. Außerdem macht es hier auch Spaß.“ Junge, Klasse 4, Grundschule

Ich komme, weil ich lernen möchte. Wenn ich größer bin, will ich einen Job haben, heiraten und meine Kinder versorgen können. Bei euch macht es Spaß, weil man nach den Hausaufgaben manchmal auch noch spielen kann.“ Junge, Klasse 5, Realschule, geflüchtet aus Syrien

Ich kann hier besser lernen als zuhause. Hier werde ich mit den Hausaufgaben stets fertig, und sie werden auch kontrolliert. Außerdem ist hier alles gratis.“  Junge, Klasse 4, Grundschule, familiäre Wurzeln in Afghanistan

Ich habe LRS und möchte meine Rechtschreibung verbessern.“ Junge, Klasse 7, Realschule

Man findet hier sehr gute Lehrer und muss sie nicht einmal bezahlen. Ich habe hier die Ruhe, um konzentriert arbeiten zu können.“ Junge, Klasse 7, Realschule, familiäre Wurzeln in Tadschikistan

Seit der 4. Klasse  komme ich hierhin und kann immer wieder was Neues lernen in Mathe, Englisch und Deutsch.“ Dabei kann ich das Thema selber mitbestimmen.“ Junge, Klasse 9, Freie Waldorfschule

Wenn ich mal Schwierigkeiten habe, kriege ich hier Hilfe und komme anschließend wieder zurecht. Ich merke, wie mir das in der Schule nützt.“ Junge, Klasse 8, Gymnasium, familiäre Wurzeln in Ecuador

Ich komme hier hin, weil ich in der Schule nicht so gut bin. Gut ist, dass ich hier nicht immer nur Geschichten abschreiben soll. Das Lernen ist hier viel interessanter.“ Junge, Klasse 7, Hauptschule, geflüchtet aus Syrien

"Ich komme zu euch, weil es daheim unruhiger ist. Da stört mich meine Schwester manchmal. Hier kann ich mich besser konzentrieren. Außerdem sind die Lehrer hier gut darüber informiert, was im Unterricht gerade dran ist. Das ist gut für mich." Junge, Klasse 5, Realschule

"Ich komme hier hin, weil mein älterer Bruder bei euch schon gute Erfahrungen gemacht hat. Außerdem weiß ich, dass meine Lehrerin, Frau Köster, die besten Voraussetzungen hat, um mir zu helfen." Junge, Klasse 7, Gesamtschule

Was sagen ehrenamtlich Tätige?

Bis ich selbst Kinder bekommen habe, war ich sehr gerne Lehrerin. Die Hausaufgabenhilfe bietet mir die Möglichkeit, Familie und das Unterrichten von Kindern unter einen Hut zu bekommen. Ich fühlte mich bereits in der Gruppen-Betreuung  wohl, und  jetzt mag ich meinen Tandem-Partner sehr gerne.“ Beate Hagen

"Ich bin nach so vielen Jahren immer noch „dabei“, weil es einfach Freude bereitet, anderen Menschen helfen zu dürfen. Die strahlenden, dankbaren Kinderaugen sind unser schönster Lohn." Dorothee Klein

"Zur Hausaufgabenhilfe komme ich gerne, weil ich der Meinung bin, dass man Kindern schon im Grundschulalter die Basis für Bildung legen sollte, damit man ihre Chancen erhöht, als Erwachsene kritisch, aufgeklärt und motiviert durchs Leben zu gehen. Gerade bei Kindern mit Migrationshintergrund ist der Bedarf besonders hoch." Hiltrud Hoffmann-Richter

"Bei aller Freude, Kindern helfen zu können, fühle ich mich auch in unserem Team  sehr  wohl und bin deshalb zusätzlich froh darüber, dass wir eine Möglichkeit gefunden haben, in dieser schwierigen Corona-Zeit weiterzuarbeiten." Angela Faust

"Ich möchte einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass Kinder gut durch die Schule kommen und später mal einen angemessenen Beruf ergreifen können, der ihnen helfen kann, ihr Leben zu meistern." Hildegard Hoven

"Es ist einfach sinnvoll, dass wir Älteren, die inzwischen aus dem Schuldienst ausgeschieden sind, uns mit unseren speziellen Fähigkeiten einbringen, um damit den Kindern und Jugendlichen zu nützen." Engelina Köster 

Katholischer Kirchengemeindeverband Hürth

Severinusstraße 61-63
50354 Hürth | Hermülheim

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