Gotteslob-Blumenkasten (c) Julia Oligmüller

5 Jahre Gotteslob in Hürth

Trotz anfänglicher Skepsis haben unsere Gemeinden mit großer Offenheit und großem Interesse das neue Gotteslob angenommen und sich hineingefunden. Die neuen Lieder werden von vielen begeistert aufgenommen (nicht jeder mag jedes neue Lied, das ist klar) und das ein oder andere ist mittlerweile gar nicht mehr neu.

„Auch fünf Jahre nach Einführung des neuen Gotteslobs bin ich immer noch positiv überrascht, was das Buch an „Schätzen“ zu bieten hat: So entdecke ich weiterhin neue Lieder, ansprechende Texte und Gebete“, sagt Alexander Daun (Pastoralreferent). Und spricht damit dem für die Überarbeitung zuständigen Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann aus der Seele, der es ein »Proviantpaket fürs Glaubensleben« nannte.

„Ich finde am neuen Gotteslob gut, dass man spontan und ohne große Vorbereitung eine Andacht, einen Wortgottesdienst oder das Stundengebet feiern bzw. beten kann. Neben den Grundgebeten haben nun auch Situationsgebete wie bspw. die Segnung des Adventkranzes in der Familie Platz gefunden“, findet Tanja Limmer (Gemeindereferentin).

Und so ist es auch bei den einzelnen Gemeindegruppen, wie z. B. der Frauengemeinschaft gut angenommen worden, wie Frau Schlender, Vorsitzende der Frauengemeinschaft von Stotzheim, berichtet, die auch ihre Gottesdienste mit dem neuen Gotteslob gestalten.

Die Runde der Kirchenmusiker ist sich einig, dass es einen reichhaltigen, großen Liederschatz beinhaltet, der für uns in den kommenden Jahren noch viele schöne neue Melodien und Texte bereithält. Auch die für die Kirchenmusik wichtigen Begleitmaterialien (Bläserbuch, Orgelbuch, verschiedene Chorbücher…) sind im Großen und Ganzen gut gelungen. Leider fehlt der ein oder andere Hit, das ein oder andere schöne neue Lied, der ein oder andere beliebte Kehrvers aus dem alten Gotteslob… aber wie soll man es da auch allen recht machen? Schließlich ist das Gebet- und Gesangbuch für 38 Bistümern erstellt worden.

Und so gibt es natürlich auch einige kritische Anmerkungen:
Dem ein oder anderen sind die Seitenzahlen zu klein, manches  - wie z. B. die Stundengebete – ist unübersichtlicher aufgebaut und zum Teil mit viel Blättern verbunden, wenn man Abwechslung bei Kehrversen u. a. haben möchte.

Bertram Herr (Diakon), der gerne mit dem neuen Gotteslob arbeitet und es als gelungen bezeichnet merkt noch an, dass das haptische Erlebnis des Vorgängerbuches besser war. Das neue Buch fühlt sich nicht so edel an. Und die Auswahl an trinitarischen Gebeten und Liedern könnte umfangreicher sein.

So schreibt Werner Friesdorf (Pfarrvikar):
„Das neue Gotteslob ist zwar schon gar nicht mehr so neu; aber es macht mir immer noch so viel Freude, als wenn es neu wäre. Bevor es erschien, war ich immer ein bisschen neidisch auf das evangelische Gesangbuch von 1996; aber jetzt bin ich sehr zufrieden. Es ist zuerst einmal viel schöner gestaltet als das alte Gotteslob, ich nehme es einfach gern in die Hand – auch wenn ich mit den Zeichnungen nicht so viel anfangen kann. (Erklärungen hierzu finden sich unter www.mein-gotteslob.de). Die Liedauswahl ist besser als zuvor (mehr gängige neue Lieder, einige alte Lieder sind wieder da, manches Unsingbare der 70er Jahre ist verschwunden. Richtig gut finde ich den völlig neu gestalteten Gebets- und Andachtsteil, in dem ich immer noch wieder auf (positive!) Überraschungen stoße. Die Texte sind sprachlich und inhaltlich viel besser als die alten Texte, lebensnäher, vielfältiger und konkreter. Alles in allem: das neue GL ist für mich ein echter Gewinn, tatsächlich hat es meine Erwartungen übertroffen.“

Und Sebastian Schnippenkötter (Pfarrvikar) ergänzt:
„Ich bin im letzten Juni in Deutschland angekommen und habe dann zum ersten Mal das Gotteslob in die Hand bekommen. Ich finde es einfach großartig, dass es so einen Wegbegleiter für den christlichen Glauben gibt, den man sowohl für die kirchliche Liturgie als auch für die alltägliche persönliche Andacht, auch in Familie und kleineren Gruppen, gebrauchen und daraus schöpfen kann.  Ich denke, viele Christgläubige anderer Länder würden sich sehr freuen, wenn sie so ein praktisches, allgemeines und vollständiges Instrument bei sich hätten als Hilfe für ihr Gebet, Nahrung für ihr inneres Leben und Impuls für die soziale und karitative Ausstrahlung ihres Glaubens, um so unsere Welt schöner, menschlicher und göttlicher gestalten zu können.“

Für alle Interessierten hier eine Liste der Lieder, die aus dem neuen Gotteslob stadtweit den Weg in unser Gemeinderepertoire gefunden haben:

Katholischer Kirchengemeindeverband Hürth

Severinusstraße 61-63
50354 Hürth | Hermülheim

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