Slider_Orgel (c) Michael Pagitsch

Orgel-Kalender

Von der Firma Klais aus Bonn im Jahre 1962 erbaut, besitzt die Orgel 23 Register auf 2 Manualen und Pedal. Untenstehend sehen Sie die genaue Disposition der Orgel.

In diesem Hörbeispiel hören Sie einige ausgewählte Klangfarben der Klais-Orgel in Hürth-Gleuel.

Zuerst das Mixturplenum der beiden Werke (Hauptwerk und Brustwerk) im Wechsel. Mixturen werden auch als die Klangkrone der Orgel bezeichnet. Sie bestehen aus mehreren Pfeifen, die gleichzeitig pro Ton erklingen und sind meist auch die kleinsten, also höchsten Pfeifen der Orgel. Sie klingen hell und glitzernd und verleihen dem Orgelklang einen festlichen Glanz.

Im zweiten Teil hören Sie die Koppelflöte aus dem Rückpositiv (dem Teil der Orgel, der von der Empore ragt, im Rücken des Organisten). Sie ist, so finde ich, ein besonders klangschönes Register der Gleueler Orgel. Zum Schluss kommt exemplarisch eine solistische Registrierung zum Zuge. Die Hohlflöte aus dem Hauptwerk zusammen mit der Terz (einem sog. Aliquotregister, welches einen „fremden“ Ton zum Orgelklang hinzumischt). Mit diesen Aliquotregistern lassen sich besonders schöne Klangmischungen erzeugen. Viel Vergnügen beim Zuhören!

Die Orgel in St. Katharina mit ihrem traditionellen Prospekt ist über 100 Jahre alt. Sie wurde im Jahre 1903 in der Werkstatt von Seifert in Köln-Manstetten gebaut. Im Jahre 1926 nach der Fertigstellung der Orgelbühne galt die weitere Sorge des Pfarrers der Versetzung des Orgelspieltisches von der Mitte an die Seite. Die Arbeiten wurden durch die Orgelbaufirma Söhl in Köln ausgeführt. Dabei sind auch 6 neue klingende Register in den vorhandenen Schallkasten eingebaut worden. (Quelle: Pfarrarchiv)

Im Internet heißt es: „Die Seifert-Orgel fanden ... weit über das Rheinland hinaus große Beachtung“ . Viele wertvolle Orgeln dieser bedeutenden Epoche haben die Zeit gut überstanden und erfreuen noch heute täglich viele Kirchenbesucher. Das trifft auch auf die Orgel in St. Katharina zu. 
Die erste Orgelrenovierung erfolgte im Jahre 1965 zu Zeiten des Pfarrers von Otter. 
Im Jahre 1989/90  übernahm die Firma Weimbs aus Hellenthal die Wartungsarbeiten, einige Jahre später 2010/11 im Zuge der übernächsten Innenrenovierung der Alt-Hürther Pfarrkirche, wurden die Orgelpfeifen durch die Firma Weimbs ausgebaut um sie vor unnötiger Verschmutzung zu schützen. In dieser Zeit hat der Orgelspieltisch sein ursprünglicher Platz in der Mitte wiedergefunden,  was zu einer positiven Veränderung und verbesserten Qualität des Chores dient. 

Quellen: 
Pfarrarchiv St. Katharina | Hürth
Chronik von 1907, Verfassung  Pfarrer Albert von Contzen,
in: Unterwegs Nr. 31 Ostern 2012 Ignaz Pley

 

Die Orgel in der Kirche St. Mariä Geburt wurde 1974 von der Orgelbaufirma Josef Weimbs in Hellenthal gebaut. Sie hat 24 Register und 1695 Pfeifen mit mechanischer Spiel- und elektrischer Registertraktur in zwei Manualen und Pedal. Die Werke – Hauptwerk, Schwellwerk und Pedalwerk – sind in geschlossenen Gehäusen eingebaut. Der Spieltisch der Orgel ist freistehend. Professor Josef Zimmermann, Domorganist in Köln, erstellte die Disposition der einzelnen Register (s.u.).

Seit 2008 kümmert sich die Kölner Orgelbaufirma Peter um die Instandhaltung und Wartung der Orgel. Im Zuge einer Generalreinigung erfolgte der Austausch eines Registers im Hauptwerk sowie 2015 eine Sanierung der Elektroanlage.

Im Hörbeispiel erklingen zuerst die Prinzipalpfeifen des Prospektes (die sichtbaren Pfeifen). Anschließend hört man den Sesquialter, ein gemischtes Soloregister, zusammengesetzt aus den Teiltönen Quinte und Terz. Zum Schluss erklingt das Mixturplenum, die festliche Klangkrone aus Oktaven und Quinten.

Die Orgel wurde im Jahre 1968 von der Firma Stockmann für unsere 1957 errichtete neue Kirche im umgesiedelten Ort Berrenrath geschaffen. Die Einweihung erfolgte Fronleichnam, 13.06.1968.

Sie ist zweimanualig und besitzt 20 klingende Register. Die Orgel hat 1498 Pfeifen und ist mit Schleifladen und elektrischer Spiel- und Registertraktur ausgestattet. Der Spieltisch ist fahrbar und verfügt außer dem  Handregister noch über zwei freie Kombinationen. Die Herstellungskosten im Jahre 1968 betrugen rund 80.000 DM.  

 

Zu Gehör kommt eine klangschönes Register - die Sesquialtera – und im Anschluss ein Stück von dem Komponisten Karl Hegmann mit dem Titel „Alleluja, lasst uns singen“.  

Im Gegensatz zu den anderen Hürther Orgeln ist die Orgel der Stotzheimer Kirche ein elektronisches Instrument. Das bedeutet, dass die Töne nicht in Orgelpfeifen aus Holz oder Metall entstehen, sondern vom Computer generiert und über mehrere Lautsprecher ausgegeben werden. Die Stotzheimer Orgel wurde von der Firma Johannus erbaut - einem niederländischen Unternehmen, das seit 1971 elektronische Orgeln herstellt.

Durch das sogenannte "Real Time Sampling", bei dem aufgenommene Tonfragmente von berühmten Pfeifenorgeln während des Spiels zum gewünschten Klang zusammengesetzt werden, kommt der Klang dem einer "echten" Orgel recht nah. Die Johannus-Orgel bietet zudem die Möglichkeit, aus vier unterschiedlichen Intonationen (gewissermaßen die Feinenstellung des Klanges) zu wählen. Somit kann der Orgelklang stilgerecht an die ausgewählten Stücke angepasst werden.

Als Hörbeispiel erklingt - passend zu Pfingsten - die Choralbearbeitung "Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist" von Johann Sebastian Bach. Die Melodie des Chorals entspricht etwa dem Lied "Komm, Heilger Geist, der Leben schafft" (Nr. 342 im Gotteslob). In diesem fröhlichen und festlichen Stück liegt die Choralmelodie zunächst im ersten Teil in der Sopranstimme, bevor sie im zweiten Teil in der Bassstimme zu hören ist.

Wir möchten die Ernennung zum "Instrument des Jahres" zum Anlass nehmen, Ihnen die Orgeln unserer Gotteshäuser näher vorzustellen. So vielseitig wie die Gemeinden und Kirchen, so unterschiedlich und facettenreich sind auch ihre Instrumente. In Hürth gibt es 12 Kirchenorgeln. So möchten wir jede Orgel mit einem kleinen Text, Fotos und auch Höreindrücken vorstellen.

Die Orgel in Hürth hat viele Klangfarben, die man zwar ab und zu im Gottesdienst hört, aber sicher nicht viel darüber nachdenkt. Vielleicht nehmen Sie sich im Jahr der Orgel ja einmal die Zeit, der Musik im Gottesdienst auf besondere Weise zu lauschen.

Natürlich können Sie unsere Orgeln auch in jedem Gottesdienst live hören!

Ihre Kirchenmusiker wünschen Ihnen viel Spaß beim Entdecken unserer musikalischen Schätze!

Dispositionen unserer Orgeln

Klaisorgel (1962) in St. Dionysius | Gleuel

I. Rückpositiv

Holzgedackt 8‘
Praestant 4‘
Koppelflöte 4‘
Blockflöte 2‘
Larigot 1 1/3‘
Scharffcymbel 4f
Rohrschalmey 8‘

II. Hauptwerk

Bourdon 16‘
Prinzipal 8‘
Hohlflöte 8‘
Fernflaut 8‘
Oktav 4‘
Querflöte 4‘
Quinte 2 2/3‘
Oktav 2‘
Terz 1 3/5‘
Mixtur 4f
Trompete 8‘

Pedal

Subbass 16‘
Offenbass 8‘
Holzprinzipal 4‘
Rauschpfeife 3f
Posaune 16‘

Koppeln: I-P, II-P, I-II
2 Freie Kombinationen,
Auslöser,
Tutti,
Einzelabsteller Zungen

Seifert-Orgel (1903) in St. Katharina | Alt-Hürth

Manual 1                     

Prinzipal 8`
Offenflöte 8`                 
Gemshorn 8`                 
Mildgedackt 8`             
Octave 4`                       
Nachthorn 4`                 
Rohrquinte 2 2/3 `         
Superoctave 2 `           
Mixtur 2  4 fach             
Trompete 8`                   

Manual 2   

Hornprinzipal 8`            
Rohrflöte 8`                      
Quintaton 8`                    
Salicional 8 `                    
Prinzipal 4`                        
Querflöte 4`                      
Blockflöte 2 `
Stifflöte 1 ` 
Cymbel 1` 3 fach 
Krummhorn 8`

Pedal

Subbass 16` 
Octavbass 8` 
Gedacktbass 8` 
Choralbass 4` 
Octave 2`        
Posaune 16 ` 

Manualkoppel  II-I
Pedal für Manual II
Freie Kombination
Tremolo für Manual II
Zungen ab
Waltze

 

Weimbs-Orgel (1974) in St. Mariä Geburt | Efferen

Schwellwerk

1        Holzgedackt 8‘
2        Salicet 8‘
3        Prinzipal 4‘
4        Superoktav 2‘
5        Sifflöte 1 1/3‘
6        Oktävlein 1‘
7        Scharf 4f 2/3‘
8        Hautbois 8‘
9        Tremolo

 

Hauptwerk

10    Prinzipal 8‘
11    Hohlflöte 8‘
12    Oktave 4‘
13    Viola 4‘ (seit 2009 Traversflöte 4‘)
14    Feldflöte 2‘
15    Sesquialter 1-3f
16    Mixtur 5f 11/3‘
17    Trompete 8‘
18    Holzdulcian 16‘
19    Tremolo
20    Kop II-I

 

Pedal

21    Contrabass 16‘
22    Subbass 16‘
23    Prinzipalbass 8‘
24    Gedacktbass 8‘
25    Choralbass 4‘
26    Rauschbass 3f
27    Basstrompete 8‘
28    Ped. Kop I
29    Ped. Kop II

 

Handregister und 2 freie Kombinationen,
freie Pedalkombination
Zungen ab, einzeln und alle
Tutti

 

 

Stockmann-Orgel (1968) in St. Wendelinus | Berrenrath

I. Manual

1. Prinzipal 8´
2.Spillpfeife 8´
3. Oktave 4´
4. Rohrflöte 4´
5. Prinzipal 2´
6. Mixtur 5fach 1 1/3´
7. Trompete 8´

II. Manual

8. Holzgedackt 8´
9. Weidenpfeife 8´
10. Prinzipal 4´
11. Blockflöte 2´
12. Sesquialter 2fach 2 2/3´ und 1 3/5´
13. Scharff 4fach 1´
14. Quinte 1 1/3´
15. Holzdulzian 16´
Tremolo

Pedal

16. Subbass 16´
17.Offenbass 8´
18. Quintade 4´
19. Rauschwerk 3fach 2 2/3´
20. Fagott 16´

Koppeln
2 freie Kombinationen
1 freie Pedalkombination
Einzelabsteller Mixturen und Zungen
Crescendowalze

Johannus - Orgel in St. Brictius | Stotzheim

I. Hauptwerk

Bordun 16'
Prinzipal 8'
Hohlflöte 8'
Quintatön 8'
Oktave 4'
Offenflöte 4'
Quinte 2 2/3'
Oktave 2'
Kornett 4fach
Mixtur 4fach
Trompete 8'
Krummhorn 8'
Tremulant

II. Schwellwerk

Prinzipal 8'
Zartgedackt 8'
Viola di Gamba 8'
Vox coelestis 8'
Oktave 4'
Hohlflöte 4'
Quintflöte 2 2/3'
Blockflöte 2'
Terz 1 3/5'
Nasat 1 1/3'
Scharff 3fach
Fagott 16'
Oboe 8'
Tremulant

Pedal

Prinzipal 16'
Subbass 16'
Oktavbass 8'
Gedackt 8'
Oktave 4'
Mixtur 4fach
Posaune 16'
Trompete 8'
Klarine 4'

Koppeln I/P, II/P, II/I
Crescendotritt
Setzer

Die Erbauer unserer Orgeln

Von diesen Orgelbauern sind unsere Hürther Orgeln:

- Johannus Orgelbau

- Orgelbau Klais

- Orgelbau Kreienbrinck

- Orgelbau Seifert

- Stockmann Orgelbau

- Orgelbau Walcker

- Weimbs Orgelbau

- Weyland Orgelbau

 

Betreut werden die Orgeln in der Regel von den Erbauern - aber nicht überall. Folgende Firmen sind außerdem in Hürth tätig:

- Orgelbau Willi Peter (St. Mariä Geburt | Efferen)