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Wort für die Woche

24.11.22, 10:00

Kennen Sie auch Menschen, die am 24. Juni erschreckt sagen: „Und bald ist Weihnachten“? 
Zählen Sie zu jenen, die sich Anfang Oktober über die Lebkuchenverpackungen mit Sternen und Weihnachtsmann in den Geschäften ärgern? Oder gehören Sie sogar zu den bedauernswerten Angestellten von Supermärkten und Einkaufszentren, deren Ohren ab dem ersten 
Adventssonntag mit weihnachtlichen Klängen zugedröhnt werden, und fürchten sich deshalb vor dieser Zeit?

Es gibt weitere Berufsgruppen, die im Advent besonders belastet werden. Köchinnen/Köche und Kellner:innen von Restaurants, die den Menschen die oft ungeliebten Weihnachtsfeiern mit viel zu vielen Getränken und Speisen schmackhaft machen müssen.

Pflegepersonal in Heimen, die die Traurigkeit von Bewohnern mittragen müssen, weil sie nie mehr Weihnachten wie früher feiern können. Oder haben Sie das große Glück, sich einfach auf eine „Heilige Zeit“ freuen zu können? Mit der Lebenserfahrung, dass „Vorfreude“ die schönste Freude ist.

Wir haben jetzt durch die Kalendereinteilung sogar 28 Tage bis zum Heiligen Abend vor uns. Ich stelle mir eine Stiege bis zu einem schönen goldenen Tor vor. Jede Stufe ist beschriftet mit einem Gefühl, einer Tätigkeit, einer Entscheidung, einer Herausforderung, die es gilt, in beliebiger 
Reihenfolge umzusetzen, wenn wir Weihnachten noch tiefer feiern möchten. Die Stiege führt hinein in unser Herz. Ob sie in ihrer Vorstellung hinauf- oder hinuntergeht, ist Ihnen überlassen. Beide Richtungen führen ans Ziel. Nur gehen müsste man sie mit eigenen Füßen. 
Danebenstehen und anderen dabei zusehen zu können ist zwar auch schön, aber man wird nicht mit ihnen zum gemeinsam Feiern ankommen.

Ich werde mich auf Vorschläge für 24 Stufen beschränken, die anderen bleiben für Ihre 
Ergänzungen frei. Aufgeteilt auf vier Sonntage, mit dem großen Ziel, dass dieses Weihnachten anders wird. Dass es nicht am 28. Dezember vorbei ist, sondern hineinreicht bis mindestens zum 24. Juni, an dem manche Menschen dann wieder sagen werden: „Und übrigens, bald ist 
Weihnachten.“ Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Advent. Vielleicht können Sie jemanden ermuntern, ihn mit Ihnen gemeinsam zu gehen.

Die erste Woche wäre eine gute Zeit, sich grundlegende Gedanken zu machen als Fundament für die nächsten Schritte. Ein paar Blätter Papier sind hilfreich, um Namen zu sammeln, um ...

1. Dankbarkeit zu zeigen,

2. Verzeihen zu probieren,

3. Geborgenheit zu schenken,

4. Freiheit zu erlauben,

5. Vertrauen aufzubauen,

6. etwas Neues zu wagen. 

Katholischer Kirchengemeindeverband Hürth

Severinusstraße 61-63
50354 Hürth | Hermülheim

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