Wort für die Woche

05.05.22, 14:00

Im Marienmonat Mai gedenken wir in der Kirche ganz besonders der Gottesmutter Maria. Mancherorts gibt es liebevoll gestaltete Marienaltäre und auch Maiandachten. Vielleicht fragt sich der ein oder andere aber auch, ob das nicht reine Gefühlsduselei ist angesichts „wichtigerer“ Probleme in unserer Welt.

Der Wert einer Mutter für die Familie jedoch kann gar nicht hoch genug geschätzt und gewürdigt werden! An dieser Stelle allen Müttern ein ganz herzliches Dankeschön für Ihren tagtäglichen und großartigen Einsatz für Ihre Familie und andere Menschen - das ist unglaublich wertvoll und wichtig!

Das Leben der Gottesmutter war geprägt durch ihre offene Bereitschaft. Durch ihr mutiges und beherztes JA, ihr Hinhören auf Gottes Stimme und ihr treues Durchtragen dessen, was sie als Gottes Plan erkannt hat, konnte Gott auf wunderbare Weise in ihr und durch sie wirken. Immer wieder hat sie ihr Leben ganz auf Gott ausgerichtet und ihm in allem vertraut, auch wenn sie bestimmt viele Fragen hatte und mit dem Erlebten menschlich gerungen hat.

Kurz vor seinem Tod am Kreuz hat Jesus seiner Mutter den Auftrag gegeben, seinen Jünger Johannes als Sohn zu sich zu nehmen - und mit ihm gleichsam die ganze Menschheit. Maria ist somit auch unsere himmlische Mutter geworden. Nach Jesu Tod - der ihre Seele tatsächlich „wie ein Schwert“ durchdrungen haben muss - hält sie die Jünger zusammen und erwartet mit ihnen betend die Geistsendung. Ihre mütterliche Fürsorge und Herzens-wärme war für Jesus und seine Jünger ein wichtiger Anker.

Maria ist ein großartiges Vorbild und eine starke Fürsprecherin: Im Aushalten schwieriger Situationen, im Zusammenhalten der Familie und der Freunde, in der Treue zu Gott, in der Suche nach Gottes Willen in den kleinsten Dingen und vielem mehr. Brauchen wir in dieser hochtechnisierten, grausamen und unmenschlichen Welt nicht gerade auch einen besonderen Schutzraum, eine mütterliche Geborgenheit und Sicherheit? Denken Sie beispielsweise an das Bild der Schutzmantel-Madonna.

Ich lade Sie ein, sich in diesem Marienmonat ein schönes Marienbild zu suchen, dass Ihnen gefällt. Betrachten Sie es in Ruhe. Und lassen Sie sich ansehen von dem liebenden Blick einer Mutter. In diesem Blick dürfen Sie wieder Kind werden und der Mutter Ihr Herz ausschütten. Unsere himmlische Mutter geht mit uns, steht uns in allem zur Seite und möchte uns behutsam durch unseren Alltag und hin zu ihrem Sohn Jesus führen, der unser Licht, unser Leben und unser Heil ist.

Eine gesegnete Zeit wünscht Ihnen Ihre Gemeindereferentin Katja Richter

 

 

Katholischer Kirchengemeindeverband Hürth

Severinusstraße 61-63
50354 Hürth | Hermülheim

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