Zeichensprache

11.01.20 12:00
Tanja Limmer
Weihnachtsstern (c) LimmerT

Symbole und Zeichen weisen auf Gott hin. Gott übersteigt unsere Vorstellungskraft und wir können ihn mit Worten nicht ausreichend beschreiben. Da, wo Worte alleine nicht ausreichen, helfen uns Symbole und Zeichen. Sie "sprechen" zeichenhaft von Gott und sind gleichzeitig Bekenntnisse unseres Glaubens.

Dieser Blog will Ihnen in den kommenden Monaten die verschiedensten Zeichen und deren Bedeutung näher bringen.

Das erst Zeichen des Monats Januar ist der "Stern".

Der Stern - Beziehung und Neuanfang

Sternachtstrahlig (c) LimmerT

Sterne faszinierten die Menschen seit je her. Schon in vorchristlicher Zeit beobachteten die Menschen den Sternenhimmel und versuchten, verschiedene Sternenkonstellationen zu deuten. Oftmals wurden Sonne und Sterne als Gottheiten verehrt. Das Judentum widersprach dieser Weltanschauung. Im jüdischen und christlichen Glauben werden die Sterne als Gottes Werk und Teil seiner Schöpfung gesehen. Von ihrer Faszination haben sie nichts verloren: Sterne begleiten uns in dunkler Nacht. Sie scheinen nah und sind doch so fern. Sie wecken in uns das Bewusstsein für unendliche Ferne und Dimension des Weltalls und somit für die Unfassbarkeit und Größe Gottes. 

Der sechszackige Stern ist als Davidstern und Symbol für das Judentum bekannt. Er besteht aus zwei Dreiecken, die miteinander verknüpft sind. Ein Dreieck weist nach unten und bedeutet, dass alles Leben von oben, von Gott, kommt. Das nach oben weisende Dreieck drückt aus, dass der Mensch zu Gott gehört und zu ihm zurück kehren wird. Somit verdeutlicht der sechseckige Stern die Beziehung zwischen Gott und den Menschen. 

Das frühe Christentum weitete sein Sternensymbol um zwei Zacken zu einem achtzackigen Stern aus. Die Zahl acht ist die Zahl der Unendlichkeit, aber auch die Zahl der Neugeburt und des glücklichen Neuanfangs. Am achten Tag beginnt die neue Woche und der achte Tage ist der Auferstehungstag Jesu Christi. Im achteckigen Stern finden wir also symbolisch die Geburt Jesu Christi und seine Auferstehung dargestellt. Dazu passend formuliert Ignatius von Antiochien „Christus im Geheimnis der Menschwerdung ist selbst der Stern ... Mit dem eignen Licht weist er also auf sich selber hin“

Ich wünsche Ihnen im neuen Jahr 2020 viele glückliche "Stern" - stunden und Gottes Segen.

Katholischer Kirchengemeindeverband Hürth

Severinusstraße 61-63
50354 Hürth | Hermülheim

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