Qui est-il, ton Dieu? Wer ist das, dein Gott?

21.11.20, 12:00

Der Elefantenjäger oder  Lässt sich Gott beweisen

Wer ist das eigentlich, Gott? Gibt es Gott überhaupt? Und kann man beweisen, dass es Gott gibt? Versuche Gott oder die Götter zu beweisen gibt es schon seit der Antike; immer wieder haben Menschen versucht, den Glauben an „die Götter“ oder an Gott als vernünftig zu rechtfertigen und sich gegen den Vorwurf zu wehren, es handle sich dabei um eine Fiktion und Glaube sei unvernünftig.

 

Gibt es nun Gott –  oder nicht? Eine klare Antwort darauf wird man nicht bekommen, was in der Natur des Problems liegt, wie es Dietrich Bonhoeffer einmal formuliert hat: „Einen Gott, den >es gibt<, den gibt es nicht.  Gemeint ist damit: Einen handlichen Gott oder einen restlos zufrieden stellenden Gottesbegriff, über den wir verfügen können, gibt es nicht, denn das wäre ein Gegenstand oder eine Vernunftidee. Wenn Gott wirklich Gott ist, dann „gibt es“ ihn nicht so, wie es etwa den Kölner Dom oder den Eiffelturm gibt. Wer so an Gott glaubt, der macht Gott zu einem Ding, einem Produkt, etwas, das man besitzen, wissen oder glauben kann. Dieser „Besitz“ Gottes ist aber eine Fiktion.

 

Bei der Suche nach Material für diesen Blog fand ich die Geschichte von dem Elefantenjäger. (Vorsicht: Satire!)

Ein Großwildjäger behauptete, er könne einen Elefanten in einer kleinen Tupperdose fangen. Natürlich lachten ihn alle aus. Um seine Behauptung zu beweisen und seine spezielle Fangtechnik zu demonstrieren, nahm er die Skeptiker mit auf die Jagd. Bei sich hatte er eine kleine Tupperdose, eine Pinzette und ein Fernrohr. Als er auf einen Elefanten traf, benutzte er sein Fernrohr verkehrt herum, so daß das riesige Tier zu einem kleinen handlichen Wesen schrumpfte. Das packte er mit seiner Pinzette, steckte es in die Tupperdose, verschloß sie  und nahm sie mit nach Hause. Dort stellte er die Dose auf einen kleinen Altar in seinem Arbeitszimmer und zündete zu ihrer Ehre eine Kerze an. Und er konnte es nicht fassen, dass die Ungläubigen weiterhin nichts in der Tupperdose sahen. Und weil er ein wenig intellektuell veranlagt war, brachte er den Rest seines Lebens damit zu, Bücher über die Kunst der Elefantenjagd zu schreiben und über die wunderbaren Gnadenmittel, als da sind umgekehrtes Fernrohr, Pinzette und Tupperdöschen. Speziell ging er dabei näher auf die Sünde des Zweifels und des Unglaubens ein …

 

Wir können Gott weder besitzen noch beweisen. Gott lässt sich nicht einfangen in Definitionen und Begriffe. Wer das tun will, überhebt sich und macht sich lächerlich. Gott ist ein Geheimnis, das durch menschliche Intelligenz nicht zu lösen ist. Wir können aber auf den hören, der als Sohn Gottes in unsere Welt gekommen ist, Jesus, der uns verlässlich zeigt, wer und wie Gott ist. Wir können uns auf die Suche nach IHM machen und uns von IHM finden lassen. Und das kann unser Leben auf völlig überraschende Weise verändern.

 

Katholischer Kirchengemeindeverband Hürth

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