Wort für die Woche

10.09.20 14:00

Klimawandel durch mich?

Zurzeit ist unerlässlich, im Umgang miteinander auf unsere Hygiene zu achten, um die weitere Ausbreitung der Pandemie einzudämmen.

Manchmal frage ich mich, ob sich diese Situation möglicherweise auch übertragen lässt auf unser Inneres und wir Menschen uns nicht auch viel mehr um unsere „innere Hygiene“ kümmern sollten. Wie ist es um unsere innere Sauberkeit und Reinheit bestellt? Welches Klima herrscht vor und wie gehen wir mit uns selbst und mit anderen Menschen im Alltag um? Nehmen wir sie wahr, die Lieblosigkeit, die Launenhaftigkeit, unseren manchmal vorherrschenden Egoismus – all die Klippen, die jeder von uns hat, über die wir immer wieder stolpern und die uns im guten Miteinander stören und unsere Beziehungen untereinander belasten?

Vielleicht kann die Zeit der Pandemie uns anregen, nicht nur auf äußere Hygiene zu achten, sondern auch unsere Psycho-Hygiene in den Blick zu nehmen. So wie wir mehrmals täglich unsere Hände waschen oder desinfizieren, könnten wir in kurzen Momenten in uns hineinhören und unsere aktuelle Haltung, Einstellung und unser Verhalten überprüfen. Vielleicht beim Händereinigen innehalten: Was bewegt mich gerade? Bin ich heute und genau in diesem Moment auf einem guten Kurs unterwegs? Oder läuft etwas nicht so gut? Was oder wer könnte mir in diesem Moment helfen?

Wir können besonders durch unsere innere Haltung das Klima in der eigenen Familie und der Gesellschaft zum Positiven verändern. Jesus hat seine Jünger damals aufgefordert, andere genauso zu behandeln wie wir selbst behandelt werden möchten. Im Evangelium an diesem Wochenende hören wir von der Vergebung bei Konflikten. Jesus fordert seine Jünger auf, immer wieder bemüht zu sein, aufeinander zuzugehen und einander zu vergeben - allen Meinungsverschiedenheiten zum Trotz. Über den eigenen Schatten zu springen und einander zu vergeben ist ein wunderbares Beispiel. Wenn das Innere, das „Herz“ gereinigt wird, dann wird das äußere Tun von selbst richtig.

Es gibt viele Möglichkeiten im Alltag, bei denen wir unser Herz „reinigen“ und anders handeln können mit Blick auf die anderen. Ein Klimawandel in uns und durch uns ist möglich, weil wir nicht alleine sind, weil wir in allem auf einen verzeihenden, uns liebenden und zur Seite stehenden Gott-Vater vertrauen dürfen. Jeder Wandel zum Positiven, der in unserem Inneren beginnt, zieht Kreise und setzt einen neuen Kreislauf des Guten in Gang! Machen wir uns also auf diesen Weg!

Katholischer Kirchengemeindeverband Hürth

Severinusstraße 61-63
50354 Hürth | Hermülheim

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