Kleiner Leitfaden Liturgie

14.09.19 12:00

Die Gabenbereitung

Messkelche (c) Christian Wild, Pfarrbriefservice

Wie bei einem gemeinsamen Essen zuhause wird bei der Gabenbereitung der Tisch gedeckt und vorbereitet. Das Brot und der Wein werden zum Altar gebracht in Erinnerung an das letzte Abendmahl, das Jesus selbst mit Brot und Wein gefeiert und eingesetzt hat. In den Gaben von Brot und Wein, die die Messdiener stellvertretend für alle bringen, können die Gläubigen auch sich selbst mit ihren Begabungen und Fähigkeiten, ihrem Mühen und Sorgen symbolisch zum Altar bringen. Es ist eine Einladung und Vorbereitung darauf, sich selbst hineinnehmen zu lassen und Anteil zu bekommen an der Hingabe Jesu an den Vater und für die Menschen.

Der Priester spricht (leise) Gebete, in denen er für die Gaben dankt. Er mischt Wein mit Wasser als Zeichen der Menschwerdung Gottes in Jesu Christi. Wie Gott in Jesus Christus menschliche Natur angenommen hat, so bekommen die Gläubigen durch die Eucharistie Anteil an der göttlichen Natur.

Der Priester wäscht sich anschließend symbolisch die Hände als Zeichen der inneren Reinigung und Bereitung und spricht dabei einen Vers aus dem Bußpsalm 51. Der Priester lässt mit dieser zeichenhaften Handlung alles hinter sich und bittet um Befreiung, um ganz bei der Feier zu sein.

Das nun von ihm gesprochene Gabengebet beendet die Gabenbereitung. In ihm werden Gott die Gaben empfohlen und darum gebetet, dass die Gläubigen wie die Gaben auf dem Altar verwandelt und erneuert werden.

Katholischer Kirchengemeindeverband Hürth

Severinusstraße 61-63
50354 Hürth | Hermülheim

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