Kleiner Leitfaden Liturgie

05.10.19 12:00

Das Geheimnis des Glaubens

Morgensonne durchbricht den Nebel (c) Marcel Kessler, Pfarrbriefservice

Das eucharistische Hochgebet ist das zentrale Gebet der Messe und beginnt mit einer Danksagung für die Gaben Gottes - vor allem dafür, dass Gott seinen Sohn als Erlöser gesandt hat.

Es folgt die Bitte um die Kraft des Heiligen Geistes, dass dieser die Gaben zu Leib und Blut verwandle.

Dann kommen die sogenannten Einsetzungsworte, die Erinnerung an das letzte Abendmahl Jesu. Die Worte „Geheimnis des Glaubens“ werden direkt nach den Einsetzungsworten gesprochen und sind eine Aufforderung an die Gemeinde, sich am Hochgebet, das ja eigentlich der Priester betet, zu beteiligen.

Es geht darum, dass die Gemeinde dem Auftrag Jesu aus dem Abendmahlssaal zustimmt: „Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ Jesus hat uns, die Gläubigen, aufgefordert, seinen Auftrag weiterzuführen und wir tun dies in jeder Messe. Die Worte bedeuten: Ja, Jesus, wir erfüllen deinen Auftrag: Deinen Tod verkünden wir, deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit!

Und das ist in der Tat ein Glaubensgeheimnis. Wie Gott selbst ein Geheimnis bleibt, das sich unserem kleinen menschlichen Verstand entzieht und dem man sich nur annähern kann, so bleibt auch der Kreuzestod Jesu und seine Bedeutung für das Heil der Welt ein Geheimnis des Glaubens und der Liebe.

Wer auf den Zuruf „Geheimnis des Glaubens" mit dem Bekenntnis zu Jesu Tod und Auferstehung antwortet, der denkt nicht einfach nur an das zurück, was einst in Jerusalem war. Das Geheimnis des Glaubens ist das Geheimnis seiner Gegenwart: Wir gedenken Jesu Christi, der hier und jetzt unter uns ist und zu jeder Zeit Teil unseres Lebens sein will.

Katholischer Kirchengemeindeverband Hürth

Severinusstraße 61-63
50354 Hürth | Hermülheim

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