Zeichensprache

29.02.20 12:00
Tanja Limmer
Gethsemane (2) Erzbistum Köln (c)Anna Maria Niem

Religiöse Sprache ist gleichzeitig auch bildhafte und zeichenhafte Sprache. In den Texten des Alten und Neuen Testamentes finden wir zahlreiche Bildworte. Dieser Blog will Ihnen einige davon näher bringen.

In den biblischen Texten kommen oftmals - neben anderen Bildern - Pflanzen und Früchte vor. So sind sie im Alten Testament nicht nur reine Nahrungsmittel, sondern sie spielen eine große Rolle bei Ritualen und symbolisieren gleichzeitig Wohlstand. Jesus benutzt im Neuen Testament gerne Pflanzen als Metaphern, um seine frohe Botschaft zu vermitteln.

Die Erläuterungen im Monat Februar beschäftigen sich deshalb mit einigen ausgewählten Pflanzen und Früchten, sowie deren Bedeutung.

Weizen, Gerste und Brot

Brot und Ähren (c) Mathias W. Elsner in: Pfarrbriefservice.de

Getreide liefert Mehl, das für das tägliche Brot gebraucht wird. In der Bibel ist die Gerste neben dem Weizen die wichtigste Getreideart. Könige und reiche Leute bevorzugten den Weizen. Gerstenbrote wurden auch als „Brot der Armen“ bezeichnet. Bei der wunderbaren Brotvermehrung am See von Tiberias speist Jesus die Menschen mit Gerstenbroten. Es bleiben noch viele Körbe übrig, so dass noch viele (arme) Menschen satt werden können.

Da im Brot sämtliche Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe enthalten sind, gilt es als das Grundnahrungsmittel. Wer Brot hat, der muss keinen Hunger leiden und kann (über)leben. 

Brot ist aber nicht nur reines Nahrungsmittel, sondern es steht symbolisch für alles, was der Mensch im Leben benötigt. Brot teilen schafft Gemeinschaft und Verbundenheit. Wer bereit ist, sein Brot zu abzugeben, der gilt als gastfreundlich. Wer das Brot des Anderen isst, der ist im gleichzeitig verpflichtet. Menschen, die zusammen Brot gegessen haben, werden zu Kumpanen (mittellateinisch: companio = Brotgenosse).

Jesus hat eine besondere Beziehung zum Brot. Er isst und teilt es oft mit den Menschen und hält Mahlgemeinschaft. Bei dem Zöllner Zachhäus lädt er sich selber ein, genießt sein Brot und beide verpflichten sich gegenseitig (Lk 19, 5ff). Höhepunkt der Mahlgemeinschaft Jesu ist das letzte Abendmahl mit seinen Jüngern (Mt 26, 26-29). „Nehmt und esst!“, spricht er ihnen und uns zu. „Werdet satt an Leib und Seele.“ Im eucharistischen Brot ist Jesus gegenwärtig und somit ist das Brot mehr als nur ein Symbol für das, was uns im Leben sättigt. Wir nehmen den in uns auf, der uns speist und sich dafür selber hingibt. 

 

 

Katholischer Kirchengemeindeverband Hürth

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