Corona, Kirche und ich

03.04.21, 12:00

Als vor mehr als einem Jahr, zu Beginn der Pandemie, die Kirchen für Gottesdienste
geschlossen blieben, ahnte niemand, wie lange dieser Zustand anhalten würde.
Zwischenzeitlich sind die Kirchen wieder für eine begrenzte Anzahl von
Gottesdienstbesuchern geöffnet.

Mir persönlich war und ist bisher das Ansteckungsrisiko im Rahmen eines
Kirchenbesuches einfach zu hoch. Zusätzlich würde es mir persönlich recht schwer
fallen, an einem Gottesdienst in der Kirche teilzunehmen und dabei nicht singen zu
dürfen.

Aber dank moderner Technik und viel Engagement werden Gottesdienste auch bis in
das eigene Wohnzimmer transportiert, so dass die Junge Messe in Efferen nach wie
vor eine feste Einrichtung bei uns ist. Man fühlt sich dabei auch nicht als alleiniger
Gottesdienstbesucher. Durch die Kerzen auf der Leinwand, die für jeden Online-
Teilnehmer leuchtet, fühlt man sich – wenn auch anonym - mit den anderen
Teilnehmern verbunden und weiß, man ist nicht allein. Es besteht sogar die
Möglichkeit, sich noch während der laufenden Jungen Messe per WhatsApp, SMS
oder E-Mail mit einer Fürbitte einzubringen.

Auch die Feier der Osternacht und der Gottesdienst an Heilig Abend waren auf ihre
Weise ganz besonders, insbesondere durch die Beteiligung aller Pfarreien des
Seelsorgebereiches an einer gemeinsamen Veranstaltung. Diese Verbundenheit
wäre ohne Corona vermutlich nicht zustande gekommen.

Ich begrüße es sehr, dass viele Dinge – sowohl im privaten als auch im kirchlichen
Bereich – mit Hilfe der modernen Technik des Internets leistbar sind, so dass man
sich auch in Zeiten von Corona nicht aus den Augen verliert.

Als wir im vergangenen Sommer die offenen Türen im Advent planten, stand sehr
schnell fest, dass diese seit Jahren traditionell ökumenische Veranstaltung nicht wie
bisher in den Wohnzimmern der Gastgeber stattfinden kann. Mit der Einrichtung von
Zoom-Meetings fanden wir dann recht schnell eine gute Lösung, die im vergangenen
Advent auch gut angenommen wurde.

Inzwischen gibt es auch in der Fastenzeit die Möglichkeit sich einmal in der Woche
(donnerstags, 19.00 Uhr) auf ökumenischer Ebene zu einem biblischen Impuls
(Boxenstopp) per Zoom-Meeting zu treffen.

Ich wünsche mir für eine Zeit nach Corona, dass weiterhin digitale Angebote im
kirchlichen Bereich bestehen. Es erweitert den teilnehmenden Personenkreis auf
eine vielfältige Weise. Nichtsdestotrotz freue ich mich persönlich auf den ersten
realen Gottesdienst, an dem ich nach der Pandemie wieder unbeschwert mit eigenem
Gesang und Gebet teilnehmen kann.

Katholischer Kirchengemeindeverband Hürth

Severinusstraße 61-63
50354 Hürth | Hermülheim

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